| Bye, bye, Kurt |
Unter diesem Motto stand die Feier, zu der Landrat Dr. Niermann in die Aula des Leo-Sympher-Berufskollegs eingeladen hatte.![]() Mit Kurt Gieselmann wurde am Dienstag ein Schulleiter in den Ruhestand verabschiedet, der die regionale Bildungslandschaft über Jahre mit geprägt hat. Zahlreiche Redner wie der Landrat Dr. Ralf Niermann, der Vertreter der Schulbehörde Jochen Bödecker, der langjährige Weggefährte in beruflicher Bildung und Schulleiter des Lübbecker Berufskollegs Klaus Schröder, der Vorsitzende des Lehrerrates am Leo-Sympher-Berufskolleg Peter Kröger sowie Superintendent Gerd Tiemann als Vertreter des evangelischen Kirchenkreises würdigten Kurt Gieselmanns Leistungen. Wie ein roter Faden zogen sich Kennzeichnungen wie - Pflichtbewusstsein - Lebensfreude - Begeisterungsfähigkeit - Kontaktfähigkeit - großes Ansehen - Führungs- und Gestaltungswillen - Teamplayer - gesellschaftliches Engagement durch alle Redebeiträge. Seit 1978 als Lehrer, seit 1992 als Stellvertreter und schließlich seit 1995 als Schulleiter hat Kurt Gieselmann sein Berufskolleg über 30 Jahre mit gestaltet und geprägt. Dabei musste er sich immer wieder mit wechselnden Bedingungen auseinandersetzen. Gerade in den letzten Jahren hat sich das System Schule gewaltig verändert und ihm ist es stets gelungen, sich den immer neuen Herausforderungen mit Erfolg zu stellen. Die zunehmende Selbstständigkeit der Schulen sei hier nur als ein Beispiel genannt. Es ist Kurt Gieselmann gerade in den letzten zehn Jahren gelungen, sein Berufskolleg für die Zukunft aufzustellen. Das betrifft sowohl die Festigung alter und die Einrichtung neuer Bildungsgänge, wie zuletzt das Berufliche Gymnasium. Dazu ist sein Geschick herauszustellen, für die Schule, unter schwierigsten Bedingungen, die erforderlichen Lehrerinnen und Lehrer zu gewinnen. Durch die Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger in der Schulleitung, Knut Engels, im letzten halben Jahr erscheint die personelle und inhaltliche Kontinuität am Leo-Sympher-Berufskolleg gesichert. Wir, die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie das nichtpädagogische Personal verlieren mit unserem Schulleiter eine Persönlichkeit mit großer Ausstrahlung. Seine Umtriebigkeit und Präsenz an unterschiedlichsten Stellen und in zahlreichen Gremien haben unserer Schule viel Anerkennung und viele Vorteile gebracht. Es sei erinnert an die Renovierung von Aula und Fluren in vielen Gebäudeteilen, an die Neugestaltung der Holzabteilung, an die Einrichtung einer neuen Küche, an die Errichtung des naturwissenschaftlichen Zentrums, an die Ausstattung der Holzwerkstatt mit modernen Geräten, all dies allein in den letzten sechs Jahren. Mit diesen neuen Einrichtungen werden wir in der Zukunft gut aufgestellt sein – zum Wohl und Nutzen der Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrpersonals. Obwohl ein Abschied ja eher ein trauriger Anlass ist, war die Abschiedsfeier alles andere als traurig. Die Redner waren in guter Form und haben sich erfolgreich um Beiträge bemüht, die auch manches Augenzwinkern beinhalteten. Höhepunkte waren aber ohne Zweifel die Schülerbeiträge (Einradfahren und Cinderella) und die musikalischen Einlagen einer Lehrerband und eines Lehrerchores, die bekannte Melodien mit passenden Texten vorgetragen haben. Wir wünschen unserem Kurt Gieselmann alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt, der, so wie wir ihn kennengelernt haben, kein lupenreiner Ruhestand sein wird. Andeutungen von einigen Rednern lassen die Vermutung zu, dass mit seinem Rat und seinen Expertisen auch zukünftig gerechnet wird. Dem wird er sich vermutlich nicht entziehen können, denn die berufliche Bildung ist ihm eine Herzensangelegenheit und vor ihm liegt nun eine neue Karriere, die als „Senior Expert“ für Bildung. |