Schülertutorien - Was ist das?

Am Leo kommen Schülerinnen und Schüler aus vielen unterschiedlichen Bereichen mit teilweise stark unterschiedlichen Fähigkeiten und Lernerfahrungen zusammen. Wir möchten allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, eventuell fehlendes Vorwissen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik möglichst stressfrei in angenehmer Atmosphäre nachzuholen. Dazu nutzen wir in den höheren Berufsfachschulen (Ziel: Fachhochschulreife & Berufsabschluss nach Landesrecht bzw. berufliche Kenntnisse) und im Beruflichen Gymnasium (Ziel: Abitur und Berufsabschluss bzw. berufliche Kenntnisse) zwei Stunden pro Woche, in denen Schüler aus den 12. Klassen des Gymnasiums den „Neuankömmlingen“ in den  11. Klassen helfen, Fachinhalte in den drei genannten Fächern zu wiederholen.

Natürlich werden diese „Tutorien“ von Lehrkräften, die die jeweiligen Fächer und auch die betreffenden Klassen regulär unterrichten, begleitet und unterstützt.

Schüler_innen helfen Schüler_innen / Lernen durch Lehren

Eine wesentliche Stütze unseres Förderkonzeptes am Leo ist das Prinzip Lernen durch Lehren und der Blick auf die individuellen Probleme und Wünsche unserer Schülerinnen und Schüler.

Lernen durch Lehren basiert auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und wird schulweit in vielen Bereichen umgesetzt. Beispielweise finden schülergeleitete Labore für Schulen der Sekundarstufe I statt und im Fachunterricht wird das Prinzip durch moderne Unterrichtsgestaltung flächendeckend umgesetzt. Die Übernahme von Verantwortung für das Vorankommen anderer verbessert auch die eigene Motivation und hilft, Grundlagen aufzuarbeiten.

Wenn in den Tutorien Schüler der 11. Klassen („Tutanden“) gemeinsam mit Schülern der 12. Klassen („Tutoren“) lernen und Fachinhalte wiederholen, profitieren beide Gruppen wie folgt davon:

  • Angenehme Lernatmosphäre ohne großen Leistungsdruck
  • Individuelles Aufarbeiten vergessener oder bisher noch nicht erarbeiteter Inhalte, die „eigentlich“ bereits erlernt sein sollten
  • Probleme aus dem Fachunterricht können ggfs. mit der Hilfe der Tutoren einfacher gelöst werden als „nur“ innerhalb der eigenen Klasse
  • Lerntempo kann individuell angepasst werden, vor allem in der 2. Phase der Tutorien
  • Gute selbstverantwortliche Mitarbeit in den Tutorien findet auch Berücksichtigung in der jeweiligen Note in Deutsch, Englisch und Mathematik
  • Tutoren können sich – auch aufgrund des geringen Altersunterschiedes - ggfs. besser in die Probleme der Tutanden eindenken als die Lehrer
  • Tutoren profitieren sowohl fachlich als auch auf sozialer Ebene durch die übertragene Verantwortung für „ihre“ Lerngruppe; „wer möchte schon unvorbereitet vor seiner Gruppe stehen?“
  • Man lernt viele neue Leute aus unterschiedlichen Bereichen kennen

 

Organisatorisches

Wer? - Beteiligte Schüler_innen / Klassen

Als Schüler_innen (Tutanden) sind dabei:

  • Alle Schüler der 11. Klassen der Höheren Berufsfachschulen in allen Bereichen (Elektrotechnik, Informatik, Gestaltung, Gesundheit, Metalltechnik, Naturwissenschaften)
  • Die Schüler der 11. Klassen des Beruflichen Gymnasiums in allen Bereichen (Erziehung und Soziales, Gestaltung, Gesundheit, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften)

Als Tutoren helfen die ehemaligen Tutanden:

  • Alle Schüler der 12. Klassen des Beruflichen Gymnasiums

Was? - Beteiligte Fächer

  • Deutsch
  • Englisch
  • Mathematik

Wann & Wo? - Ort und Zeit

Die Tutorien finden immer mittwochs in der 3./4. Stunde im E-Gebäude statt.

Wie? Ablauf und Phasen

Die Tutorien bestehen aus zwei unterschiedlichen Phasen, den Basistutorien (Grundlagentutorien) und der Modulphase.

  • Basistutorien
    Im ersten Schulhalbjahr, also bis etwa Ende Januar, arbeiten alle Schüler für jeweils 5-6 Wochen an grundlegenden Inhalten aus den drei Fächern. Das Material dafür ist so angelegt, dass alle die Chance haben, eventuell verpasstes oder noch nicht erlerntes aufzuholen
  • Modulphase
    Im Anschluss an die Basistutorien geht es etwas individueller weiter: In Absprache zwischen Fachlehrern und Schülern und nach einer kurzen Diagnose des IST-Standes wird gemeinsam festgelegt, in welchem der drei Bereiche am Sinnvollsten weitergearbeitet werden soll. Die Weiterarbeit findet dann anhand verschiedener Module statt, deren erfolgreiches Abschließen wiederum positiv in die Fachnote eingehen kann

Wen fragen? - Begleitungslehrer-Team

Jörg Bade, Thorsten Beyermann, Dr. Sven Horstmann, Peter Kröger, Bernward Laube, Andreas Wehrung, Frank Ziems